Freitag, 24. Mai 2013

Die Insignien der Rebellion 15

Ein großer Wurf des Schicksals,
das ist mir jeder Mensch,
mitten in die Dunkelheit.
Doch ist dies erst der Anfang des Weges
und mehr Schatten ist schon in den meisten von ihnen,
als Glut von ihren Vätern "Sterne".
Mehr Ohnmacht als von ihren Müttern "Glanz".

Sind die meisten von ihnen nicht bereit,
sich gleich den Motten, an jeden zu hängen,
der einen Funken fand, um so doch mehr zum anderen,
als zu sich selbst zu finden?
Mehr ein fremdes Schicksal zu finden,
"als brennen aus sich selbst herraus"
und "strahlen aus eigenem Glanz"?

Ermatten werden sie,
auf den kargen Feldern ohne Wiederkehr,
im fahlen Schein einer fremden Hoffnung.
Jeder ein Aufleuchten in der Schwärze,
ein Blitz im Willen eines Fremden.
"Abreq ad habra" Brüder, so gehen sie.

"Avrah´k davra" so wähltet ihr mich,
als das Wort eurer Stimme,
als Manifest eurer Freiheit.
So Führerlos wandert ihr in den Raum,
in den Wonnen eures Feuers.
Jeder ein Weg hin zum Menschen
und ein Wurf
"von den Sternen, zu den Sternen"

"Ha-bracha da´bra" Brüder,
"Jeder Mensch ist ein Stern"




Donnerstag, 18. April 2013

Die Insignien der Rebellion 14

Liebe und dann tu was du willst

Haltet nicht an Planung.
Planung, das ist eine gut organisierte Wette auf die Zukunft.
Tradition das ist der lange Bart des alten Spielers.
Dies aber ist die Revolte von Bartlosen
und noch manche Schere werden wir unseren Vätern bereithalten.
Den wie viel Leben birgt dem Jungen der eingelöste Wettschein,
in der verstaubten Vitrine des Vaters?

"Plane und schreite" das ist der Wille.
"Revolte" aber, das ist die Liebe.

Wille aus Tradition, das ist nichts,
als die trockene Blüte eines toten Triebes.
Das ist das Erbe einer alten Wette,
auf vergilbtem Papier.

Was also ist Tradition?
Das herzlose Kind einer großen Schwäche,
auch dadurch nicht geadelt,
das die Zufriedenheit ihm Pate stand.

Doch seht,
"Morgen" das ist das Feld der Starken.
"Morgen" das ist der uferlose See eurer Begierde.

Keinen Grund hat dieser See
und dennoch schwimmt ihr voller Zuversicht.
Den kraftvoll schlägt das Herz den Lebenden
und nichts außer Liebe ist eine "grundlose Zuversicht"

"Morgen" das ist der Weg der Starken.
Vom Nirgendwo ins Nirgendwo
und kein Gesetz kennt dieser Weg als die Liebe.

Das ist das Universalprinziep des Werdenden.
Den wie kommt das Tau zur Rose?
Wie sie sich schmiegen, im ersten Rot des östlichen Himmels.
Nicht aus Absicht, doch voll Zuversicht
und Grundlos wie die Liebenden.
So grüßen sie den neuen Morgen.

Liebe und dann tu was du willst.

Freitag, 22. März 2013

Die Reichen und das Leben

Ein harter Hund ist euch das Leben,
noch dazu ein bissiger.
Ihr, die ihr euch "Reich" nennt
und doch nur eure Sattheit meint.

Fällt sie ab, macht sie euch zu Getriebenen,
nimmt sie zu verzweifelt ihr an eurer Maßlosigkeit.
Bleibt sie jedoch bestehen,
leidet ihr an eurer Wunschlosigkeit.

Über die Ideologen

Zu oft, in der Geschichte,
entstanden die höchsten Ansprüche,
aus den niedersten Beweggründen und endeten so,
in den Grüften der Ideologen.

Die Ketten schmieden und sie ihre Freude nennen.
Die ihre Worte reichen, wie goldenen Kelche,
das man von ihren Lippen trinken könne.
Doch in jedem von ihnen liegt Verachtung.

Wie viele kommen immer noch zu ihnen
um sich derart befreien zu lassen?
So folgen sie, taub und blind
und wollen doch Wort gehört und Licht gesehen haben.

Das ist der Gang, wenn man ihnen folgt;
das man schreien kann, noch ehe man zu sprechen vermag.

Keine Gruben graben sie, die Ideologen,
sie selbst sind die Grube
und wenn sie sich erheben, dann auf Leichenbergen.

Montag, 28. Januar 2013

Am Urgrund meiner Sprache

Am Urgrund meiner Sprache,
wo Wortlos ich gefangen blieb,
von deiner Weise Schönheit.
Da hielt ich still mein Herz,
zu lauschen deiner Aura,
die mich lehrte über meine Grenzen;
"Im Höchsten sind die Dinge Wortlos"

Dienstag, 8. Januar 2013

Aus Liebe zum werdenden

Kein Satz wog schwerer:

"Ich will zu Grunde gehen"

Hoch auf den Türmen der Ignoranz
trieb es goldene Blüten,
mein zartes Pflänzchen Einsamkeit.
"Ich will" so wog es sich im Wind.
So warf es seinen Samen,
in der Zukunft kühlen Grund.
Aus Liebe zum werdenden.

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Bruder Schmerz

Einst noch, überfiel mich der Schmerz,
dass ich mich hätte winden müssen,
im wehleidigen Bangen um eine verschenkte Zukunft.
Doch trug ich es mit Stolz, mein totes Herz in der Fremde.

Es schlug nicht mehr, doch es wehte noch.
So lobte ich es und seiner Fäulnis Gnade,
das es mich in mein Schicksal zwang.
So hielt ich still und sprach zu ihnen,
zu den Schwarzen Brüdern meiner Dunkelheit.

"Schmerz um Schmerzen nun, ich kenne euch,
doch leiden will ich euch nicht.
Wohl wissend; Wer das Kleine noch leidet, der duldet das Große
und nährt nicht ein kleiner Schmerz einen Großen?
Geht nicht ein kleines Leid mit einem Gefolge schwanger
und nährt es sich nicht von der Duldsamkeit?

Ja ich kenne auch sie!
In des Leidens hässlichen Kleidern, ist Duldsamkeit noch die härteste Naht.
Doch ihre Nadel war eine Angst vor dem Danach,
aus dem kalten Stahle, einer zitternden Hoffnung.
Sie zuerst will zerbrochen sein und ihre hohle Logik.
So ist der Bruch mir, ein Versprechen auf Kommendes.

Wer den Schmerz nicht leiden will,
muss stets auch das Messer lieben und seine Schneide.
Ich stehe hier, ich kenn´ die Qual,
ich tanzte in der Tränen Regen.
Doch stutzen werde ich sie, meine böse Blume der Verdammnis,
dass sie gesunde und finde zu starkem Strunk."