Donnerstag, 8. September 2016

Feindesliebe

Ergänzend zu "die Insignien der Rebellion 5"

Genau wie zur Freundes, rate ich zur Feindes-liebe.
Jedoch ist Feindes-liebe kein Wort für die Schwachen,
es ist ein Leitprinzip der Starken.
Es ist unser Wort, das der Rebellion der aufrechten Herzen..

Den Freund liebt man seines Wesens, den Feind aber seiner Feindschaft wegen.
Den Federhandschuh werft uns zu, ihr Gegner und "uns hassende",
euch alle wollen wir lieben.
Denn unsere Freundschaft verbindet, eure Feindschaft aber eint uns.

Blut, wie Honig von unseren Lippen, so schmeckt der Streit.
Den ein Ringen ist es, in dem die Idee schwanger geht,
mit der Zukunft und unter Schmerzen naht die Niederkunft,
auf den Wiesen froher Hoffnung.
Wo das Kommende uns ein Traum, da war der Feind uns das Erwachen.
Der Widerspruch der Gegner, das war uns die Ohnmacht der Gegenward
und wo stünden wir, wenn wir sie nicht hätten überwinden müssen?

Das Vorrecht der Starken

Dies ist das Vorrecht der Starken:
Zu schenken aus der Fülle.
Doch nie den Gierigen, hinfort mit ihnen,
die Starken kennen sie nicht!


Nicht Samariter sei ich, auf der Suche nach Dank,
noch die Schlange die würgt, mit ihrer "Nächstenliebe".


Ich sei dies;
All-um-fassend, die Mutter und der Vater.
Meine Herkunft ist die Sonne, doch mein Dasein ist der Mond.
Den Kraftvoll und Milde zugleich eint das Band die Liebenden,
so schenken sie ihr Herz nach der Zukunft.

"Weil"

"Weil" das ist die drohende Knute der Diktatur
und das ist der klagende Zeigefinger ihrer Antithese,
welche nur all zu bereit ist, nach Untergang des Despoten,
ein neues Diktat zu errichten.

"Weil" das ist dem Herren wie dem Sklaven Grund und Abgrund.
Dann eine grosse Schwäche:
keiner ist um seiner selbst willen, jeder ist nur "weil".

Es teilen das gleiche Los,
die Unterdrücker mit den Unterdrückten:
das jede Ausrede nur Abrede ist,
an sich selbst und eigener Verantwortung.

Von der Natur kleiner Geister

Es liegt in der Natur der Sache,
das die Größten Denker,
ihren Zeitgenossen stets,
als die kleinsten galten.
Den hoch nur flog ihr Geist
und wie klein mag er dort aussehen,
den Gemütern mit Bodenhaftung.

Doch wehe vor jenen,
die ihren Zeitgenossen die "Größten" sind.
Eine Götze, die man ihnen über den Kopf hing,
sind sie nur all zu oft
und groß ist nur ihr Schatten.

Montag, 15. Februar 2016

Das Narrenvolk

Die Angst vor dem Fremden,
ist die Ungewissheit des eigenen selbst.
Der Zweifel um das "Ich",
dem Kernwert der Gesellschaft.
Nicht von außen droht der Feind,
nicht das Fremde verfälscht die Völker.
Nein von innen nagt die eigenen Schwäche, das eigene Unvermögen.

Kannte und kennt die Geschichte doch Völker,
die ihrer Traditionen stolz und ihrer Gemeinschaft stark sind
und doch nicht einmal über Staat und Land verfügen.
Nein die verstreut sind in alle Winde und doch wissend sind,
das ihre Stärke nur in ihnen selbst wohnt.

Auch die Starken kennen die Zweifel und auch bei ihnen pflegen sie aus der Fremde zu kommen,
doch sie beherrschen sie nicht.
So starren gebannt die Schwachen, einer Zukunft entgegen,
die ihnen eine Drohung scheint. Den wer sich selbst nicht mehr kennt,
der fürchtet das Ungewisse.

Ihre Ohnmacht liegt darin begründet,
das sie getrieben sind von einem unstillbaren Verlangen um eine Zukunft,
vor der sie gleichzeitig zurückschrecken.
Eine große Leidenschaft um das Wirken der höchsten Dinge, aus eigener Kraft.
Zugleich eine Antriebsschwäche die sie fesselt.
Geschuldet einem Mangel an Format, einem großen Zweifel um das eigene Können.

So mag die Ungewissheit und der Mangel an eigener Stärke die Mutter und der Vater der Angst sein
und Hass ist ihr großer Bruder.
Krieg und Gewalt sind das Implizite jener beiden Missgeburten
und rufen somit jene Unsicherheit auf den Plan, die sie einst erst auslöste.
So führt das Narrenvolk sich selbst im Kreise.

Ich bin der tanzende Stern

Ich bin der tanzende Stern,
durch meiner Augen Glanz erblickt sich das Universum.
Doch wenn es sich sieht, so stets mit dem Blick des Liebenden.
Wann er will, wo er will und wie er will.


Ich bin der brennende Kometen,
Ich folge mir selbst mit flammenden Herzen,
den sehe ich das unter mir, so erblicke ich den Weg den ich ging.
Doch über mir der Kosmos, der ein Wille ist zur Vollendung.
Eine Liebe unter Willen.

Strahlend ist die Ganzheit und
eine Freude ihresgleichen.
Von den Ahnen zu den Zukünftigen,
ist jedes Leben Form und Wille zur Liebe.

Auch dies ist eine Liebe:
Zur Blüte treibt es die Pflanzen,
zu Frucht und Reife.
Und doch ist jeder ihrer Zustände,
vom Samen bis zur Welke, nur Teil der ganzen Form.
Über Generationen hinweg, wirkt der Wille, der sie weiter treibt.

Wille und dann Liebe:
Liebe um das Zukünftige,
Liebe um das gewesene,
Liebe um das hier und jetzt.

Sonntag, 15. November 2015

Krieg im Namen eines Gottes

Vieles hörten wir von Gott und Göttern,
von ihrer Lust zum Kriege, von ihrem Willen zur Gewalt.
Aus dem Munde selbsternannter Propheten,
aus den Mündern selbsterwählter Jünger,
aus den Mündern ihrer Waffen.

Einem Gott des Krieges giert es nach dem Blut der Helden,
nach ihrem Wille zur Erlösung
und mancher folgte solchen Göttern in die Schlacht,
sich messen mit den Starken.

Doch welchem Gott giert es nach dem Blut der Unschuldigen?
Welcher Gott labt sich am Leid der Weisen und Witwen?
Welcher Gott ergötzt sich am Bild des toten Kindes,
an den Tränen der Schuldlosen?

Wahrlich gibt es Grund und Gründe und wer sie sucht,
kommt in ihnen um.
Den für einen solchen Gott ist die Tat stets schmutziger als ihr Grund.
Ja ein Abgrund sind sie, ohne Willen nach dem "Warum"
ohne Ziel und Absicht.

Wahrlich ihr Jünger eines solchen Gottes seid euch gewiss;
Er ist nicht der "gepriesene und erhabene"
er ist nicht der "hochheilige König"
er ist nicht der "dem das Heil innewohnt, der barmherzig und gnädig ist"
er ist ungleich dunkler als dieser!

Ja im Dienste der Dunklen steht ihr, selbstgewählt,
doch was euch treibt ist schändlicher.